Herzlich willkommen beim BdAt e.V.

Als Verband qualifizierter Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten 

  • organisieren wir regelmäßige Fortbildungen,
  • erarbeiten Konzepte für die Integration der Audiotherapie in die Versorgung von Hörgeschädigten (Tinnitus, Hörgeräte und CI-Versorgung etc.)
  • und bieten eine Plattform für fachlichen Austausch.

Unser Angebot richtet sich an unsere Mitglieder, Interessierte, die in angrenzenden Berufsfeldern mit Hörgeschädigten arbeiten, und an von Schwerhörigkeit Betroffene.


 

25 Jahre BdAt e.V. – ein Dank an alle, die bisher dabei waren.

Seit 25 Jahren setzt sich der BdAt dafür ein, die Audiotherapie fachlich weiterzuentwickeln und Menschen mit Hörverlust durch qualifizierte Beratung und Begleitung zu unterstützen.

Unser Dank gilt allen, die daran mitgewirkt haben: den Referentinnen und Referenten, die ihr Wissen mit uns geteilt haben, und den teilnehmenden Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten, die Jahr für Jahr bei Fortbildungen und Mitgliederversammlungen ihre Fragen und Erfahrungen eingebracht und miteinander geteilt haben.

Danke an alle, die bisher dabei waren, und danke an alle, die den BdAt auch in Zukunft mit Leben füllen. Gerade jetzt ist es wichtig, audiotherapeutische Begleitung fachlich fundiert weiterzuentwickeln und ihre Wirkung sichtbar zu machen. Darauf freuen wir uns. Dieser Rückblick kann dabei nur einzelne Stationen, Menschen und Entwicklungen herausgreifen – viele Weitere haben die Audiotherapie und den BdAt in den vergangenen 25 Jahren mitgeprägt.

1999 startete unter der Leitung von Franz Boob der erste Ausbildungskurs Audiotherapie in Trägerschaft des DSB Baden-Württemberg an der Akademie für Hörakustik in Lübeck. Ester Kruse begleitete die inhaltlichen und organisatorischen Herausforderungen mit großem Engagement. Die audiotherapeutischen Angebote richteten sich damals vor allem an den Bedarfen hochgradig schwerhöriger Menschen und ihrer Begleitung aus. Im Oktober 2000 bestanden dort die ersten Teilnehmenden ihre Prüfung.

Am 2. Juni 2001 wurde der BdAt gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits zwei Weiterbildungen stattgefunden und rund 30 Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten ihre Weiterbildung abgeschlossen. In der Gründungsversammlung wurde der erste Vorstand gewählt. Zu den Aktiven zählten: Birgit Seidler-Fallböhmer, Judith Rodeck, Christian Schausen-Wirth, Gundula Schröder, Ester Kruse, Sabine Grehl, Hannelore Ulbricht, Ursula Espig, Gunda Schröder, Reiner Hofmann, Katharina Meissen und Harald Seidler.

Ab 2006 entstand ein zweiter Weiterbildungsgang – auch vor dem Hintergrund erheblicher Auseinandersetzungen über die Ausrichtung der Audiotherapie. Neben der Weiterbildung des Deutschen Schwerhörigenbundes (DSB) entstand das Konzept der Europäischen Union der Hörakustiker (EUHA), zunächst nur für Hörakustikmeisterinnen und -meister, das die Audiotherapie stärker in die Hörakustik bringen sollte. Mit den beiden Anbietern DSB und EUHA begann auch eine langjährige Diskussion über die unterschiedlichen Ausbildungsansätze und deren Qualität.

Der damalige Vorstand mit Dr. Gesine Härting, Jutta Tschenscher und Claudia Dreher arbeitete intensiv an der inhaltlichen Verständigung zwischen den Weiterbildungsträgern. Zugleich setzte er sich durch Vorträge auf EUHA-Kongressen für die Integration audiotherapeutischer Ansätze in die Hörakustik, die Anerkennung beider Weiterbildungsgänge als vergleichbare Qualifikationen und insbesondere dafür ein, Absolventinnen und Absolventen beider Weiterbildungen im BdAt aufzunehmen. Dafür ein großes Dankeschön.

Ebenso geht ein herzliches Dankeschön an Dorothee Leicht und Tobias Gröbe. Als die Auflösung des BdAt im Raum stand, übernahmen sie die Vorstandsarbeit und sorgten damit dafür, dass der Verband weiterbestehen konnte.

Und ganz sicher geht ein großes Dankeschön an Karin Zeh, Roland Zeh und Egid Nachreiner, die sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement dafür einsetzen, die DSB-Weiterbildung Audiotherapie anzupassen, weiterzuentwickeln und immer wieder mit viel Herzblut zu begleiten.

Mit den unterschiedlichen Einsatzorten der Audiotherapie – ambulant, in der stationären Rehabilitation oder in Hörakustikbetrieben – stellte sich heraus, dass Erweiterungen des ursprünglichen Konzepts erforderlich wurden. Der BdAt setzte sich deshalb unter anderem dafür ein, das Thema Kommunikation stärker in der Audiotherapie zu verankern.

Einzelne Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten entwickelten aus ihrer praktischen Arbeit heraus eigene Konzepte und Materialien. Einige Beispiele dafür sind: Petra Speth gab Therapeutinnen mit dem Hörkonzept erstmals eine strukturierte Anleitung für drei Audiotherapiestunden. Peter Dieler prägte in der stationären Rehabilitation den audiotherapeutischen Umgang mit schwerhörigen Menschen. Rainer Kurz machte mit seinen Lautsprechersystemen Unterschiede zwischen einzelnen Hörsystemen hörbar. Jana Verheyen entwickelte ein Programm, das Betroffene zur Selbsthilfe anleitet. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Hörtrainings und individuelle Materialien, die die Auseinandersetzung mit Schwerhörigkeit auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen.

Der BdAt bot über die Jahre regelmäßig Fortbildungen an, die fachliches Hintergrundwissen für die praktische Audiotherapie vermittelten. Dabei wurden viele unterschiedliche Aspekte des Hörens und Verstehens aufgegriffen: Lärm an Schulen, Technik und Hörgeräteanpassung, Hörstress, Demenz und Stressbewältigung, Therapie-Pakete, verschiedene Hörtrainings, die Nachsorge nach der Implantation, Tinnitus, Trauerbegleitung und ‚Audiotherapie 2.0‘ vor der Versorgung. Seit einigen Jahren gehören mit den Hörspaziergängen nach Jörn Paland auch Angebote dazu, die die Freude am Hören in den Mittelpunkt stellen.

Die angewandte Audiotherapie entwickelt sich vor allem durch Erfahrung und Austausch. Der BdAt bietet dafür seit 25 Jahren einen Rahmen: voneinander zu lernen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, die Menschen mit Hörverlust in ihrer jeweiligen Lebenssituation wirklich weiterhelfen. Getragen wird der Verband dabei von Menschen, die sich oft ehrenamtlich und mit großem persönlichem Engagement einbringen. Ihnen allen danken wir herzlich.

Dieser Rückblick ist nicht vollständig. Wenn wichtige Menschen, Entwicklungen oder Beiträge fehlen, freuen wir uns über Hinweise und Ergänzungen.



Mitgliederversammlung 2026:

Unsere nächste Mitgliederversammlung ist am Vormittag des 22. November 2026 (Sonntag) in Frankfurt am Main in den Hoffmanns Höfen. Ergänzend zur Mitgliederversammlung mit turnusgemäßer Wahl des Vorstands möchten wir auf unser 25jähriges Bestehen gemeinsam mit Ihnen und Euch anstoßen. Zur Einladung für Mitglieder, weitere Informationen und zum Anmeldeformular geht es hier.


 

Fortbildung II 2026
Entspannt im Gespräch – Mit idiolektischer Gesprächsführung das Zuhören erleichtern

Unsere nächste Tages-Fortbildung befasst sich mit der idiolektischen Gesprächsführung: bei der Eigensprache unseres Gegenübers. Diese Fortbildung von Claudia Dreher ist für Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten und angrenzende Berufsgruppen und wird am 21. November 2026 (Samstag) von 11:00 bis 17:30 Uhr in Frankfurt am Main in den Hoffmans Höfen stattfinden.

Statt vorschnell zu interpretieren und Lösungen anzubieten, greift man bei der Idiolektik Schlüsselworte auf und fragt einfach, offen und ressourcenorientiert weiter. So kann ein Gesprächsraum entstehen, in dem Menschen eigene Antworten und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Gerade im Gespräch mit Menschen mit Hörverlust ist dieser Ansatz interessant: Wenn das Sprachverstehen Kraft kostet, können einfache Fragen und das Aufgreifen vertrauter Begriffe das Gespräch erleichtern.

In der Fortbildung lernen wir die Grundlagen der idiolektischen Gesprächsführung kennen und probieren sie praktisch aus. Wir beschäftigen uns mit Haltung und Zuhören, dem Erkennen von Schlüsselworten, Fragetechniken sowie mit Bildern, Metaphern und nonverbalen Signalen.

Referentin Claudia Dreher ist Diplom-Sozialpädagogin Gesundheitsförderung, Hörakustikerin, stellvertretende Vorsitzende des BdAt e.V. und befasst sich seit 30 Jahren mit der idiolektischen Gesprächsführung (easytalk).

Zur Anmeldung, den Inhalten und den Uhrzeiten geht es hier

 


 

Nachruf

Mit großer Traurigkeit haben wir erfahren, dass unser langjähriges Mitglied Peter Dieler überraschend verstorben ist.
 
Peter war seit Jahrzehnten als Audiotherapeut tätig und von Anfang an eng mit dem BdAt verbunden. Viele Audiotherapeuten kennen ihn als prägenden Referenten in der Weiterbildung Audiotherapie des Deutschen Schwerhörigenbundes (DSB), die er schon frühzeitig aktiv mitgestaltet hat. Patienten der Median-Klinik am Burggraben in Bad Salzuflen durften ihn als engagierten audiotherapeutischen Leiter der Audiotherapie für Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea Implantate (HTS-Abteilung) erleben. Viele von uns Audiotherapeuten haben bei ihm hospitiert und viel von ihm gelernt.
 
Peter war parallel selbständig tätig als ein unermüdlicher und warmherziger Referent von Vorträgen und Workshops für Menschen mit einer Hörminderung und ein Vorbild für junge und alte Mitglieder in den verschiedensten Selbsthilfe-Gruppen bundesweit oder für Teilnehmende von Veranstaltungen für Betroffene und Versorger zum proaktiven Umgang mit einem Hörverlust. Er hat dabei als Audiotherapeut, Gedächtnistrainer, Mediator-/Konfliktmanager, systemischer Coach und selbst Hörgeräte-Träger seine vielseitigen Kompetenzen und Erfahrungen variabel und nach Bedarf wunderbar kombiniert, um sein Gegenüber oder die Zuhörenden weiterzubringen, zu fördern und zu fordern. Dabei gelang es ihm immer, wichtige Zusammenhänge, Vorschläge zur Verbesserung und auch Appelle an die Betroffenen und ihr gut hörendes Umfeld mit Charme, Empathie und Humor zu verbinden – ohne dabei an der Klarheit in der Sache Abstriche zu machen.
 
So hat er vielen Menschen Mut gemacht, Wege aufgezeigt und sie darin bestärkt, für ihre eigenen Bedürfnisse einzustehen.
 
Peter war dabei immer offen für neue Ansätze, bereit, seine Erfahrungen zu teilen, und unfassbar herzlich im Miteinander. Er war ein wunderbarer Mensch.
 
Wir werden Peter als Mitglied, engagierten Kollegen und als Freund und Menschen sehr vermissen.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
 
Der Vorstand des BdAt e.V.

 



Mitglied beim BdAt e.V. werden:

Sie sind zertifizierte AudiotherapeutIn DSB/EUHA oder kommen aus einer angrenzenden Berufsgruppe und möchten sich beruflich weiterentwickeln? Werden Sie ordentliches oder außerordentliches Mitglied beim BdAt e.V. – wir freuen uns auf Sie und Ihre Erfahrungen!



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